Il Gran Turismo

In der Schweiz wird gerne gewandert, in Italien gibt es die besseren Lieder.
Soll doch zusammen kommen, was zusammen gehört.

Eine Felduntersuchung zu Zürichs nächstem Meereshafen, aber vorerst die Vorbereitungen:

13.02.2015

Genua umlaufen

Donnerstag, 12. Februar 2015

Bevor ich meinen Feldgang nach Genua angehe, möchte ich mir meinen Zielort anarbeiten.
Als behutsame Annäherung umrundete ich die Stadt auf dem äussersten Mauerring. Dieser wurde um 1626 – 1633 errichtet, jedoch bis ins 19. Jh. erweitert und optimiert.

Zur Zeit der Errichtung galt Genua als die reichste Stadt Europas - was Begehrlichkeiten erweckte, aber schlichtweg auch nötig war, um so ein Verteidigungswerk zu errichten.

Für die geschätzte 15 km lange Tour war ich von 10.30 Uhr bis 17 Uhr unterwegs (gemessen waren es dann doch 24.6 km von Anfang bis Schluss).



Erste Kontaktaufnahme, wohl mit der Inneren Mauer gegen den Hafen.
Im Vordergrund wohl die historische Molle.


Die Porta Siberia bildete den Stadtzugang vom Hafen her.


…und war offensichtlich Steilvorlage für das Design des Küstenwache-Quartiers.





Nun auf der Mauerkrone - mit Blick auf die ehemalige Küste.


Ein Fragment.


Der vermutete Anfang der noch bestehenden Aussenmauer.


Zwei Himmelszeiger






Wirtschaftlich orientiertes, freies Unternehmertum erlaubte es Rina,
sich selber zur Touristenattraktion zu erklären.

Da vorne verlierensich der Verlauf der Mauer - aber auch die sichtbaren Gehwege.
Also gehe ich um eine Häuserreihe in die Stadt rein.





Möglicherweise innere Stadtmauer.










Da kommt sie wieder.



Da geht sie lang.



Und da geht sie weg.














Wirklich keine Mauer und keinen Durchgang zu erkennen.



Mare artifiale


Da hätten wir das olle Ding ja wieder.







Ohne Telephonino in der Hand ist der Italiener nicht wachfähig.



























Shopping-Arcaden 'zum glücklichen Mädchen'



Da die Stadtmauer hier fehlt, stellte ich die These auf, dass sie ein Loch hinterliess.
Deswegen folgte ich ihrem vermutlichen Verlauf durch die Unterführung.



Da nichts besseres zu sehen war, erklärte ich kurzerhand die Mauer links zu einem Fragment der Stadtmauer.




Oh, das Stück ist aber besser!










Bei Stazione Brignole, für welche die Mauer vermutlich weichen musste.




Einer kleiner Schritt für die Menschheit - aber wohl ein grosser Ärgerniss für den Treppenbauer.












Wie später noch gezeigt wird, ist die Mauer ein wichtiges Biotop – wie z.B. für dieses Bocciodromo.



Genua Hauptbahnhof der Linie Genova - Casella






Das Rollmaterial.



Die Siedlung Biscione - offensichtlich von der Mauer inspiriert.


Jedem das Seine:
Die Toten durften ihr Nekropolis in ansprechender Lage vor der Stadt errichten.



Zwischenzeitliches Schwächeln der Stadtmauer.


Eine Regung, der sich auch die Passanten hingeben.












Für das Auto nur das Beste.


Architektur im Dialog.










Aussicht von der öffentlichen (!) Panoramaterrasse der Bergstation Righi.



Portofino


Wohin der Weg noch führen wird.












Ein Anliegen ausgedeutlicht.




























Für Telefonleitungen, vermutlich.









Als ob sie von der Chinesischen Mauer wussten.

















Die städtische Wasserversorgung.


Das kleine Vertikale ist der Leuchtturm Lanterna, das Ziel.






10 Schritte links vom Verbot ging es ganz gut über die Mauer.





Salve! Dem Herrn bin ich insgesamt 3 mal begegnet.



Der Monte Video.











Erstaunlich ist der Eifer, mit welchem gewisse Leute bis zur Bergspitze fahren,
nur um ihren Müll loszuwerden.



Nostalgisch berührt erinnerte ich mich an meine Lägern-Querung vor 11 Monaten.
Es wird wohl das Licht gewesen sein.






Biker gibt es offenbar auch.



Sie werden wohl gewusst haben, was sie taten.


Un altro castello semi-chiuso














Mein Mittagstisch um 14:10.















Ein Blick zurück verrät, dass sich da jemand ein chickes Heimätli eingerichtet hat.
























Sexy Schranke.








Bildunterschrift hinzufügen



Hauptsache Zaun.









Vielleicht doch eine Überlegung wert; Leben auf dem Lande in Genova.



Ein weiteres Stück Zaunmagie.



Die nicht nur ästhetische sondern auch statische Ansprüche erfüllt.





















Hier beim Forte Tenaglia geht's der Mauer gar nicht gut - und ich begann, den Anschluss zu verlieren.






Immer weiter werde ich in den Wald geführt.






Im Niemandsland vor dem Forte Crocetta.














Die Mauer verhielt sich gelegentlich flink wie ein Hase - aber mir entkam sie nicht.






Im Cimitero d. Castagna


Neue Zeiten - neue Probleme.






Wassersteuerung im üblichen Design der unmittelbaren Umgebung.


Hab sie wieder.









Manifestes Gewohnheitsrecht.


Auch hier werde ich den Verlauf der Mauer suchen - chancenlos, wie sich später ergibt.


Das vorerst letzte Stück.












 



Ein letztes Stück Altstadt im Speditionsviertel.







Könnte Teil der Mollenmauer sein, wer weiss.

















Scho äs bitzeli brutal.







Womit ich das historische Ende der Mauer erreicht habe.














 Na, wenn die den ganzen Berg abtragen, ist es ja kein Wunder,
dass ich die Mauer nicht mehr finden kann.



Schwach zu erkennen, rechts vom Leuchtturm: Benigno-Landzunge mit dem Konvent drauf.


Genua wurde so gross, weil es sich nie von falschen Idealen lenken liess:
Im Vordergrund war immer das Geschäft, wie auch die Kreuzzüge nur Business waren.
So mag es nur kurz erstaunen, dass die Reichen der Stadt bereit waren, ihren Sandstrand für mehr Hafen zu opfern.










Ein Türschwellen-Relikt.


Auch ausserhalb der Weihnachtszeit wunderschön anzuschauen.